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» 10.06.2008 10:03: Widerstand im Dow bei 11900 - 12100

Washington Mutual -17%; Lehmann Brothers -8,7%; Ambak -10,21%; MBIA - 10,11%;

Wachovia -6,1%; National City Corporation -9,7%. Diese Zahlen sind keine Wochenveränderungen,

sondern geben die Veränderungen am gestrigen Montag an. Die Frage

ist: Wo endet dies alles? Ist es vorstellbar, dass die Banken jetzt einfach so drehen und

der Spuk ist vorbei? Oder muss man nicht annehmen, dass die Marktbewegungen die

Zukunft vorwegnehmen und noch einige schlechte Nachrichten in der Pipeline liegen?

Muss man nicht sogar annehmen, dass ein oder zwei Regionalbanken oder auch die eine

oder andere US-Konsumentenbank „über die Wupper geht", bevor Banken und Broker die

Bodenbildung vollziehen können? Die Finanzkrise ist nicht vorbei. Sie ist lediglich in eine

neue Phase übergegangen. Vor einem Jahr ist die im Überfluss vorhandene Liquidität mit

einem Mal zum Stillstand gekommen. Der US-Konsument wird durch den hohen Ölpreis

und durch fallende Häuserpreise von zwei Seiten in die Mangel genommen. Gerade die

Regionalbanken, aber auch die US-Konsumentenbanken sind davon betroffen.

Fazit: Eine Kapitulationsphase an den Aktienmärkten ist nicht zwingend, wird aber immer

wahrscheinlicher. Wir nehmen an, dass der Bereich um 12.000 Punkte im Dow Jones Index

zunächst verteidigt werden kann. Verläuft die Verteidigung allerdings so schwach wie

1907 und 1920/21 und ohne nennenswerten Volumenanstieg, so könnten sich die Monate

August/September/Oktober ähnlich wie 1907 zu Kapitulationsmonaten entwickeln.

Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten auf der Oberseite gegen Ende des Jahres

sollten auch im Hinblick auf die Abgeltungssteuer nicht verachtet werden. Sollte es zu

einer Kapitulationsphase kommen, erwarten wir nach einem scharfen Fall einen ebenso

scharfen Anstieg der Märkte. Ein solcher könnte im Oktober oder - analog zu 1974/75 -

auch erst im Dezember dieses Jahres beginnen.

Bestätigt wird dieses Bild derzeit vom US-Libor-/ Fed Funds Spread. Der Libor-/Fed

Funds Spread ist ein guter Gradmesser für den Stress an den Finanzmärkten. Der Libor

gibt den Zinssatz wieder, den die Banken bezahlen müssen, um Geld von einer anderen

Bank geliehen zu bekommen. Je deutlicher dieser Zinssatz oberhalb des US-Leitzinses

befindet, desto höher ist der Stress im Finanzsystem.

Zwei Dinge sind zu erkennen:

1. Der Spread hat sich in den vergangenen 10 Tagen über alle Laufzeiten bis einschließlich

Oktober 2008 erweitert (siehe schwarze Pfeile). Das bedeutet, dass die Erwartungshaltung

für Stress im Finanzsystem in den letzten Tagen deutlich angestiegen ist.

2. Der Höhepunkt des Stresses ist ein wenig nach vorn gerutscht. Er wird jetzt nicht

mehr für den November, sondern bereits für den Oktober erwartet.

Kürzer, aber schärfer. So lässt sich die Interpretation dieses Spreads zusammenfassen.

Gegen Ende dieser Woche positionieren sich die Händler für die Verfallswoche. Der Juni-

Verfallstag (in diesem Jahr am 20.6.) zählt neben den entsprechenden Tagen im März,

September und Dezember zu den großen Verfallstagen. Nicht umsonst befinden sich

diese Tage in der Nähe von Jahreszeitenwechseln. Die Juni-Verfallswoche verläuft

überwiegend neutral bis negativ. Der Juni selbst verläuft im Monatsdurchschnitt ebenfalls

neutral bis negativ, wenn man von den ersten vier Tagen absieht. Auch in diesem Jahr

kam der Einbruch erst am fünften Handelstag.

Der Ölpreis zeigt Volatilität, was dazu führen könnte, dass er an dieser Stelle seinen

Anstieg zunächst nicht weiter fortsetzt. Dies sollten den Aktienmarkt an dieser wichtigen

Stelle unterstützen. Wir bleiben bei unserer bärischen Markteinschätzung, gehen aber

davon aus, dass die Unterstützung an den Aktienmärkten zunächst hält.

Quelle: Wellenreiter Invest


 

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