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» 30.05.2008 09:57: US-Regierung u. FED gegen hohen Ölpreis!

Der Ölpreis zeigte sich gestern sehr volatil. Nach der gestrigen Veröffentlichung der -

bullischen - Zahlen zu den Lagerbeständen schoss der Ölpreis zunächst drei Dollar auf

über 133 Dollar nach oben, fiel dann aber innerhalb von zwei Stunden um mehr als fünf

Dollar.

Aktuell befindet sich der Ölpreis an der wichtigen Unterstützungsmarke von 126 Dollar

(siehe Pfeil). Sollte diese Marke fallen, wären 120 Dollar das nächste Ziel. Eine weitere -

sehr gute - Unterstützung befindet sich bei 110 Dollar.

Der Ölpreis war in den letzten Tagen und Wochen das zentrale Thema in den Medien.

Aber nicht nur dort: Der Ölpreis genoss hohe politische Aufmerksamkeit. Man kann sogar

behaupten, dass US-President Bush einen Krieg gegen den Ölpreisanstieg führt. Er will

mit allen Mitteln verhindern, dass das teure Öl den Republikanern bei der Wahl zum USPräsidenten

zum Stolperstein wird. Anzeichen dafür sind:

1. US-Präsident Bush besuchte Mitte Mai Saudi-Arabien drang auf eine Erhöhung der

Förderquote.

2. Des Weiteren hat Bush entschieden, die strategischen Ölreserven der USA vorerst

nicht weiter auffüllen zu lassen.

3. Die US-Regierung versucht in Zusammenarbeit mit der Fed offensichtlich, den Ölpreis

mit Hilfe der Geldpolitik zu steuern. Das funktioniert so: Man lässt die Märkte durch

Vorträge und gezielte Aussagen einzelner Fed-Präsidenten deutlich wissen, dass

Zinssenkungen nicht mehr anstehen. Im Gegenteil: Zinserhöhungen sind für den Herbst

2008 nicht mehr auszuschließen. Entsprechend reagieren die Fed-Funds-Futures, die

zeigen, dass sich innerhalb der vergangenen vier Tage das Umfeld für Zinserhöhungen

weiter verbessert hat.

Die Erwartung steigender Zinsen am kurzen Ende manifestiert sich auch bei den Zinssätzen

für US-Anleihen am langen Ende. Die Zinssätze sind gestern deutlich gestiegen.

Dieser Kurswechsel war innerhalb der Fed umstritten. Es ist für uns kein Zufall, dass Fed-

Mitglied Mishkin (ein Freund von Bernanke und ein Befürworter der Zinssenkungen) vor

einigen Tagen seinen Abschied von der Fed ankündigte. Gleichzeitig gewinnen Leute wie

Dallas-Fed-Präsident Fisher die Oberhand, die auch in den letzten Monaten schon für eine

Leit-zinserhöhung eingetreten sind. Fisher hatte zuletzt in einer Rede gesagt, dass es

jetzt Ziel Nr. 1 sein muss, die Inflation - und damit meint er vor allem den hohen Ölpreis

- zu bekämpfen. Es sieht so aus, als ob Fisher das Spiel durch seine Hartnäckigkeit

gewonnen hat. Da tun sich enorme Spannungen innerhalb der Fed über den künftigen

Kurs auf.

Der gedankliche Kreis schließt sich wie folgt: Eine potentielle Erhöhung des US-Leitzinses

stärkt den US-Dollar. Ein starker US-Dollar wiederum hat für die Entwicklung der

Rohstoffpreise - auch des Ölpreises - negative Auswirkungen.

Fazit: Der Krieg gegen den hohen Ölpreis wird von der US-Regierung in Zusammenarbeit

mit der FED an allen Fronten gefochten. Charttechnisch ließe sich ein erster Erfolg dieser

Strategie feiern, wenn der Ölpreis unter die Marke von 126 US-Dollar fallen würde.  Wer an dieser Stelle short

gehen möchte, sollte dies bei einem Intraday-Fall unter 126 Dollar tun und gleichzeitig

seinen Stopp in den Bereich um 133 Dollar (gestriges Spike-Hoch) setzen. Der Ölpreis kann am 22. Mai mit 135 US-Dollar bereits ein sehr wichtiges Hoch markiert

haben. Aber dies muss noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Die Ausbildung von sehr wichtigen Hochs funktioniert normalerweise in mehreren

Schritten. Insofern ist es nach wie vor möglich, dass der Ölpreis bei 120 Dollar eine

Unterstützung findet und dann nochmals ein neues Allzeithoch markiert. Deshalb sollte

man bei einem Short-Trade unbedingt den Stopp bei 133 US-Dollar beachten.

Die neue Strategie der Fed birgt Risiken. Die deutlichen Zinserhöhungen am langen Ende

- seit Mitte März ist der Zinssatz für 30jährige US-Anleihen von 4,20% auf 4,76%

gestiegen - verteuern das Kapital.

Quelle: Wellenreiter Invest


 

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