News & Berichte

 

» 26.05.2008 07:19: Neue Inflationsängste

von Martin Weiss

In den letzten Tagen ging dem deutschen Leitindex die Puste aus. Im Wochenvergleich verlor der Dax knapp drei Prozent.

Auch an den anderen Weltbörsen ging es bergab. Jenseits des Atlantiks büßte der S&P 500 ebenfalls gut drei Prozent ein. Auch der Nasdaq 100 gab um mehr als drei Prozent nach.

Bullenträume geplatzt

Vorerst ist also der Traum der Optimisten, dass der deutsche Leitindex den Widerstandsbereich um 7200 Punkte nachhaltig überwindet, ausgeträumt. Nun gilt es also, wieder den Blick in untere Gefilde zu richten. Die Unterstützung im Bereich um 6800 Punkte sollte halten. Ansonsten droht ein weiteren Abgleiten, womöglich gar bis in die Zone um 6500 Punkte.

Stagflationsszenario

Einmal mehr war der Ölpreisschock das Thema der Woche. Interessant in diesem Kontext ist nunmehr, dass in den Massenmedien mittlerweile von einer Stagflation geschrieben wird. Nach dem fulminanten Anstieg des Preises fürs schwarze Gold wird bisweilen die gegenwärtige Lage mit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verglichen. Anders formuliert, eine lange Phase mit einer relativ hohen Inflationsrate, einem tendenziell schwachen Wirtschaftswachstum bei zunehmender Arbeitslosigkeit.

Neue Inflationsstatistiktricks?

Angesichts eines Rohölpreises, der in den vergangenen Tagen gar bis in den Bereich um 135 Dollar geklettert ist, stellt sich in der Tat die Frage, ob es den Verantwortlichen noch länger gelingt, die offiziellen Inflationsraten weiter zwischen drei und vier Prozent auszuweisen. Sicherlich werden die Bürokraten alles daran setzen, die regierungsamtlichen Zahlen mit allerlei „Finesse" aufzuhübschen.

Gesellschaftlicher Sprengstoff

Natürlich wissen die Offiziellen um den gesellschaftlichen Sprengstoff inflationärer Entwicklungen. Gerade die ärmeren Gesellschaftsschichten werden besonders hart vom Preisanstieg bei überlebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen getroffen. Eine weitere Spaltung der Gesellschaft ist vorprogrammiert.

Goldpreis kommt voran

Indes ging es beim gelben Edelmetall im Geleitzug mit einem schwächeren Dollar und weiter steigender Rohölnotierungen ebenfalls nach oben. Aktuell kostet eine Feinunze Gold 924 Dollar oder 586 Euro bzw. 946 Schweizer Franken.

Es kann nicht oft genug betont werden, dass der Goldpreis in Relation zum Öl nach wie vor über gehöriges Aufholpotenzial verfügt.

Insofern ist es nach wie vor nicht verkehrt, gerade an Tagen mit (seltsamen) Kursdellen beherzt zuzugreifen!


 

Weitere News

News & Berichte
lade News & Berichte…
 

Mitglieder-Login


noch kein Mitglied?

 
Marktausblick

Marktausblick

Hier können Sie sich unseren wöchentlichen Marktausblick online ansehen.

» mehr

 
Online Trader-Ausbildung

Online Trader-Ausbildung

NEU: Mit unseren Online-Aus-
bildungen gibt es unsere hochwertigen Trader-Ausbil-
dungen jetzt auch per Video!

» mehr

 
Rundumdienstleistungen im Edelmetallshop

Gold & Silber Shop

Jetzt können Sie Gold & Silber auch online kaufen!

» Infos zum Shop