News & Berichte

 

» 13.05.2008 09:26: Inflationssignale

von Martin Weiss

Der deutsche Leitindex konnte sich in der vergangenen Woche über der Marke von 7000 Punkten behaupten. Zunächst scheint aber die Erholungsphase der vergangenen Wochen beendet zu sein.

Denn der Dax vermochte es vor dem Pfingstfest nicht, die starke Widerstandszone zwischen 7000 und 7200 Punkte signifikant zu überwinden. Auch kurzfristig sieht es alles andere als danach aus, dass das Leitbarometer relativ rasch diese Hürden überspringen könnte.

Abwärtspotenzial vorhanden

Es wäre also nicht sonderlich überraschend, wenn zusehends die Bären wieder Oberhand gewinnen würden. Insofern gilt es, eher den Focus auf mögliche Unterstützungszonen zu richten. Der Dax sollte nicht nachhaltig die Zone um 6750 bis 6800 Punkten unterschreiten. Ansonsten droht für die Optimisten weiteres Ungemach.

Inflationssorgen belasten

Es ist wahrlich nur noch eine Frage der Zeit, ehe die Investoren am Aktienmarkt die bedrohlichen Signale von der Inflationsfront stärker als bisher wahrnehmen werden. So wurde bspw. am vergangenen Freitag veröffentlicht, dass die Großhandelspreise in Deutschland auch im April überraschend stark zulegten. Und zwar um satte 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diesen Donnerstag werden die europäischen Verbraucherpreisdaten von Eurostat bekannt gegeben. Negative Überraschung selbstverständlich nicht ausgeschlossen.

Preisschub in den USA

Auch jenseits des Atlantiks mehren sich die Inflationssignale (abgesehen vom krisengeschüttelten Häusermarkt). So legen die Importpreise annualisiert um sage und schreibe 33,6 Prozent zu. Zwar liegt der regierungs-offizielle Verbraucherpreisindex aktuell immer noch bei einer Teuerungsrate rund um vier Prozent. Die echte Teuerungsrate liegt aber bei rund zwölf Prozent betragen, also dreimal höher als von der Administration offiziell zugegeben.

Ölpreis im Höhenrausch

Mit Blick auf die Entwicklung des Ölpreises zeichnet sich auch mittelfristig keine Entwarnung an der Inflationsfront ab. Immerhin hat sich der Preis für ein barrel binnen einen Jahres verdoppelt. Aktuell kostet ein Faß sage und schreibe 125 Dollar. Zwar ist eine zwischenzeitliche Konsolidierung nicht auszuschliessen, das Ende der MEGA-Hausse ist jedoch nicht in Sicht.

Gelbes Edelmetall mit Potenzial

Trotz der Rekordserie beim Öl ist die Konsolidierung am Goldmarkt noch nicht abgeschlossen. Zwar notiert das gelbe Edelmetall wieder im Bereich um 880 Dollar. Dennoch liegt der Goldpreis immer noch deutlich unterhalb des nominalen Rekordhochs vom März diesen Jahres.

Auffällig ist aber, dass in Relation zum Ölpreis das gelbe Edelmetall deutlich Aufwärtspotenzial aufweist. Nimmt man ein historisch immer noch sehr tiefes Gold/Öl-Ratio von zehn an, so bestünde - vorausgesetzt der Ölpreis verharrt im Bereich um 120 Dollar - Spielraum bis in den Bereich um 1200 Dollar je Feinunze.

Insofern ist es auch hier nur noch eine Frage der Zeit, ehe die Investorengemeinde auf diese Unterbewertung aufmerksam wird...

Quelle: Kapitalschutz - Akte


 

Weitere News

News & Berichte
lade News & Berichte…
 

Mitglieder-Login


noch kein Mitglied?

 
Marktausblick

Marktausblick

Hier können Sie sich unseren wöchentlichen Marktausblick online ansehen.

» mehr

 
Online Trader-Ausbildung

Online Trader-Ausbildung

NEU: Mit unseren Online-Aus-
bildungen gibt es unsere hochwertigen Trader-Ausbil-
dungen jetzt auch per Video!

» mehr

 
Rundumdienstleistungen im Edelmetallshop

Gold & Silber Shop

Jetzt können Sie Gold & Silber auch online kaufen!

» Infos zum Shop