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» 19.07.2008 17:00: Kurzfristiges Umkehrsignal im CRB-Index

Als Rohstoffhändler macht es Sinn, sich vor dem Engagement in einem bestimmten

Rohstoff mit der allgemeinen „Wetterlage" bei den Rohstoffen zu beschäftigen. Ein gutes

Hilfsmittel dazu sind die Charts der Rohstoffindizes. Die Hausse in den Rohstoffen der

letzten Jahre wurde wesentlich genährt durch die enormen Zuflüsse in Indexprodukte,

welche auf den verschiedensten Rohstoffindizes beruhen. Die meisten Gelder dürften

dabei der S&P GSCI Commodity Index (ehemals Goldman Sachs Commodity Index) und

der CRB Index (CRB = Commodity Research Bureau) angezogen haben. Obwohl beide

Indizes stark beachtet werden, unterscheiden sie sich doch sehr deutlich voneinander.

Während der CRB Index eine verhältnismäßig gleichmäßige Unterteilung in 17

verschiedenen Rohstoffen beinhaltet, deckt der S&P GSCI CI 24 Teilmärkte ab, wobei

allerdings der Energiesektor mit aktuell 77,68% deutlich übergewichtet ist.

In der letzten Handelswoche kam es in fast allen Rohstoffmärkten zu sehr deutlichen

Abverkäufen. Gerüchte über die Gründe für diese Verkäufe gibt es reichlich. Wir belassen

es an dieser Stelle bei den Auswirkungen, welche diese Verkäufe auf die Chartverläufe

hatten. In den Tagescharts haben sich in beiden Indizes Umkehrsignale ergeben, die

Aufwärtstrends sind gebrochen und neue Abwärtstrends wurden etabliert.

In den Charts auf Wochenbasis sind keine Umkehrsignale zu finden, sondern lediglich die

Ausbildung eines Hochs, welches allerdings keine Beendigung des Aufwärtstrends

darstellt. In den Charts auf Monatsbasis ist demzufolge auch keine Veränderung des

langfristigen Trends auszumachen.

Die Trendbrüche auf kurzfristiger Basis dürften jetzt allerdings dazu führen, dass die

kurzfristiger agierenden Fonds aus der Gruppe der Hedgefonds und Indextrader weiterhin

Positionen verkaufen. Dies kann in den kommenden Tagen zu weiteren Preisabgaben

führen. Händler sind daher gut beraten, vor Neuengagements im Rohstoffbereich den

Verlauf der Indizes zu verfolgen und hier auf eine Wideraufnahme des Aufwärtstrends zu

warten. Im S&P GSCI Commodity Index lag im März 2008 ebenfalls eine Trendumkehr

vor (auf kurzfristiger Basis) und es dauerte dann bis in den Mai, bevor die alten

Hochpreise nachhaltig überwunden werden konnten. Die derzeitige Volatilität ist ebenfalls

sehr hoch, was einen zumindest temporären Hochpunkt nahelegt. Erst ein Abbau dieser

hohen Volatilitäten ließe einen erneuten Anstieg wahrscheinlich machen. Die hohen

Volatilitäten lassen zwar derzeit viele Optionen im Preis stark ansteigen, was wiederum

Stillhalterstrategien sinnvoll erscheinen lässt, dennoch sollte man sich immer bewusst

sein, dass die derzeitige Situation einiges an Gefahrenpotential birgt.

Quelle: Pit-Trader


 

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