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» 27.06.2008 12:28: Risikobereitschaft der Investoren nimmt ab-USD/JPY

von Miriam Kraus

Liebe Leser,

 

nicht überraschend - Sie erinnern sich bestimmt an Mittwoch - hat die FED den Leitzins unverändert bei 2 % belassen. Die Inflation weitet sich aus und die Wirtschaft schwächelt und die Kommentare der FED bleiben leicht abgewandelt auch immer die gleichen - aber was soll sie auch schon tun die FED?! Viel Handlungsspielraum ist ihr in der gegenwärtigen Situation ja nicht geblieben. Zinsanhebungen? Oder stellen Sie sich gar vor die FED würde die Liquidität verringern - oh je!

 

Nun die FED bleibt in der Bredouille und stattdessen blicken die Marktteilnehmer auf die EZB, die sich am kommenden Donnerstag entscheiden muss. Zwar darf man von Trichet und seinen Mannen in Richtung Zinsanhebung schon wesentlich mehr erwarten, doch der europäischen Wirtschaft dürfte dass dann auch nicht mehr so gut tun. Zumindest der europäischen Wirtschaft im Gesamten. Nur die Deutschen spüren den Druck der Inflation stärker als die Risiken der Wirtschaftsabschwächung. EUR/USD erhält dementsprechend zwar Unterstützung durch die Zinsentscheidungen der Zentralbanken, doch die Marktteilnehmer dürften auch bald einmal ein Auge auf die wirtschaftliche Situation in der Euro-Zone werfen. EUR/USD dürfte sich zunächst einmal stabil halten. Gegenwärtig notiert EUR/USD bei 1,5768.

 

Amerikanische Bären oder japanische Bullen?!

 

CHF und JPY als traditionelle Niedrigzinswährungen konnten wieder zulegen, nachdem FED-Entscheidung und Stagflationsbefürchtungen erneuten Druck auf die Aktienmärkte ausübten. Marktteilnehmer gehen nun davon aus, dass beide Währungen verstärkt gekauft werden um in diesen Währungen finanzierte Kredite zurück zu bezahlen, mit welchen ertragsreichere Anlagen finanziert wurden, die nun aber an Wert verlieren wenn die Aktienmärkte nachgeben. Stärkerer Druck besteht hier auf USD/JPY der gegenwärtig bei 106,25 notiert. EUR/JPY notiert gegenwärtig bei 167,51.

 

Abzuwarten bleiben die Auswirkungen der Sommer-Bonus-Auszahlungen in Japan. Schätzungen zufolge werden japanische Firmen im Juni und Juli etwa 14,8 Billionen US-Dollar an Bonus-Zahlungen leisten. Man geht davon aus, dass japanische Anleger dann wieder verstärkt nach höher verzinsten Anlagen im Ausland Ausschau halten werden. Dies könnte den Yen wieder unter Druck bringen.

 

Allerdings gehe ich davon aus, dass zumindest über das Wochenende das Kaufinteresse an US-Dollar nicht besonders hoch sein dürfte, so dass USD/JPY durchaus die 106,03 testen könnte.


 

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