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» 25.06.2008 20:34: Dow Jones: Die positive Variante

von Tom Firley

Liebe Leser,

erst einmal recht herzlichen Dank für Ihre zahlreichen Zuschriften zu meinem Beitrag Jahresrendite: Hilfsmittel zur Aktien-Analyse , in dem ich Ihnen eine recht praktische Tabellen-Kalkulation gezeigt habe. Ich werde Ihre Fragen in einer der nächsten Ausgaben beantworten und auc wieder praktische Hilfsmittel vorstellen. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich nicht alle E-Mails sofort beantworten kann. Aber die allermeisten Themen / Fragen behandle ich hier im Investors Daily.

Die positive Chart-Variante für den Dow Jones

Wie angekündigt, schauen wir uns nach der gestrigen Schreckensvision der „großen abc-Korrektur" heute einmal eine nicht minder spannende, jedoch genau entgegen gesetzte Chartmöglichkeit an:

Dow Jones Cahrt

Wie Sie sich erinnern, hätte eine abc-Korrektur - falls Sie einsetzt - ein Kursziel von etwa 10.634 zur Folge. Auf diesem Niveau liegen auch die 2006er Tiefs sowie das langfristige (Aufwärtstrend seit 2002) 50er Fibonacci-Retracement.

Blau eingekreist finden Sie im oberen Kerzen-Chart die letzten relevanten Tiefs. Wie Sie sehen, befinden sich die letzten beiden Tiefs, zumindest im Candlestick-Chart, auf demselben Niveau. Das erste Januar-Tief hängt etwas unter diesem Niveau (gestrichelte Linie), ist aber noch in akzeptabler Reichweite für einen möglichen Dreifach-Boden.

Das Doppel- oder Dreifach-Tief

Im Folgenden beschreibe ich die Möglichkeit eines Doppel-Tiefs im Dow Jones. Das erste Tief im Januar würde diese These untermauern, ist aber für die weitere Betrachtung nicht wichtig. Aber umso wichtiger:

Falls Sie im Internet, in Börsen-Magazinen oder gar in der Tageszeitung lesen, dass sich im Dow Jones bereits ein Doppel-Tief gebildet hat, dann vergessen Sie das ganz schnell. Das ist totaler Humbug, denn:

Ein Doppel-Tief (genauso wie ein Doppel-Top) hat sich erst dann ausgebildet, wenn es bestätigt wurde. Und diese Bestätigung ist erst dann erreicht, wenn die Nackenlinie bzw. das Zwischenhoch überschritten wurde (oben im Chart die blaue Linie). Momentan sind die beiden letzten Tiefs einfach Tiefpunkte auf demselben Niveau, aus denen sich ein Doppel-Tief herauskristallisieren könnte.

Das Kursziel

Um das Kursziel zu berechnen wird zunächst der Abstand der Tiefs zum Zwischenhoch errechnet. Diesen Abstand habe ich im Chart als hellblaues Rechteck eingezeichnet. In diesem Fall wären es also 13.136 minus 11.726 Punkte, entspricht 1.410 Punkte.

Dieser Abstand wird dann bei Erreichen / Überschreiten des Zwischenhochs einfach auf dieses Kurs-Niveau draufgepackt (visualisiert durch das grüne Rechteck). Das Kursziel läge dann bei 14.546 Punkten.

Natürlich ginge das nicht so schnell, wie es im Chart scheinen mag, vielmehr würde ich dieses Kursziel - falls das Zwischenhoch überschritten wird - im vierten Quartal oder sogar erst im ersten Quartal 2009 ansiedeln.

Aber bitte beherzigen Sie: Es geht hier um Niveaus und nicht um haar- und punktgenaue Kursprognosen. Da fällt mir in der Retrospektive ein: Die DAX-Kursziele zweier Doppeltops im letzten Jahr habe ich recht gut getroffen:

Das ist Charttechnik...

Am 7. November 2007 in meinem Beitrag „Dax auf 10.000 oder doch 6.435?" habe ich die Gefahr zweier Doppel-Topps dargestellt. Das Kursziel des ersten Doppel-Topps waren 7.547 Dax-Punkte, das Kursziel der zweiten Topp-Formation waren 6.435 Punkte.

Tatsächlich bestätigten sich dann die Berechnungen. Der erste Dax-Abwärtsflug endete bei 7.531 Punkten (Kursziel-Abweichung: 0,21%), der zweite bei 6.439 Punkten (Abweichung 0,06%).

Im folgenden Chart habe ich die damals vorgestellten Kursziele eingezeichnet:

Dax Chart

 

Als senkrechten schwarze Linie habe ich den 7. November, also den Zeitpunkten meiner Berechnungen markiert. Damals hat der Dax gerade sein Zwischentief des sich dann erfüllten Doppeltops erreicht.

Grün eingezeichnet ist das „kleine" Doppeltop und das Kursziel (das nur minimal unterboten wurde), rot sehen Sie das „große" Topp-Cluster und ebenso das damalige Kursziel (welches fast haargenau getroffen wurde.

Natürlich, diese Genauigkeit ist mehr Zufall... Aber machen Sie sich auf neue Allzeit-Hochs gefasst, wenn das letzte Zwischenhoch mit einer gewissen Dynamik (das ist wichtig) erreicht werden sollte und damit erst das Doppel-Tief als solches zu bezeichnen sei.

Quelle: Investors Daily


 

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